Beiträge von Smaug
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@ Sahal:
Da kann und will ich dir nicht widersprechen - das passiert zwangsläufig! Jedoch ist die Aussage, dass sie sich von Blättern ernähren falsch!Edit: Ich bin nicht jemand, der mit aller Gewalt an seiner Meinung festhält! Wenn ich vom Gegenteil überzeugt werde, bin ich gern bereit zu revidieren. Aber du meinst ja nur, dich erinnern.
Edit 2: Ohne Quellenangabe bin ich nicht so einfach zu überzeugen. Bevor sich in diesem Thread noch Streit entwickelt, lasse ich das ohne weiteren Kommentar so stehen.
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Zitat
Original von Hannibal
... Oder Atta diese Arten ernähren sich von Blättern. ...
Das stimmt nicht so ganz, denn Blattschneiderameisen ernähren sich von Pilzen, die die gesammelten Blätter als Nahrung benötigen. -
Im Grunde sind Camponotus ligniperdus und C. herculeanus monogyn. Zu einer oligogynen Lebensweise kommt es nur bei sehr großen Kolonien, die z. B. in benachbarten Baumstämmen siedeln. Oliogynie ist eher ein seltenes Phänomen und ob man dieses in der Haltung erreichen kann, wage ich zu bezweifeln.
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@ oitaR:
Die einzige einheimische Art mit Soldaten ist die "Stöpselkopfameise" Camponotus (Colobopsis) truncatus. Allerdings ist sie sehr selten und ist auf der "Roten Liste" als stark gefährdet eingestuft.
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Vielen Dank - man lernt halt nie aus!
Aber so ganz befriedigen tut mich das nicht, denn mir ist immer noch nicht klar, ob Dehnungsstreifen an der Gaster bei einer Königin durch einen vollen Kropf hervorgerufen werden können oder nicht. Aber ich versuche, mich drum zu kümmern.Sorry Micky, ich wollte deinen Diskussionsthread nicht vollmüllen!
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Dehnungsstreifen am Hinterleib aufgrund eines vollen Sozialmagens kann man oft bei Arbeiterinnen beobachten. Dehnungsstreifen bei der Königin würde ich auf die vollen Ovarien zurückführen. Ob eine Königin überhaupt über einen Sozialmagen verfügt, entzieht sich ehrlich gesagt meiner Kenntnis. Ich glaube, so ein Kropf würde viel zu viel Platz wegnehmen, der für die Eierschläuche benötigt wird.
Vielleicht weiß es jemand von euch besser? Ich werde versuchen, mir diesbezüglich Informationen zu beschaffen. Allerdings kann das etwas dauern, weil ich morgen erst einmal verreisen werde.
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Wichtig ist auch, dass du die Ameisen runterkühlst, bevor du sie in isolierendes Styropor verpackst. Denn sonst kann es passieren, dass sie es über einen längeren Zeitraum zu warm haben und nicht in die notwendige Kältestarre fallen.
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Hinzuzufügen bleibt noch, dass nicht nur Camponotus ligniperdus in Oligogynie leben kann, sondern auchC. herculeanus. Allerdings muss es sich bei beiden Arten dabei um sehr große Kolonien handeln. Ansonsten sind unsere Camponotus-Arten monogyn.
Was die Adoption von Arbeiterinnen anbelangt, wäre ich vorsichtig. Wenn die Notwendiigkeit besteht, dass man der Königin "unter die Arme greifen muss", würde ich immer auf Puppen zurückgreifen.
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Meiner Meinung nach sind die beiden häufigsten Probleme bei der Überwinterung, dass die Ameisen entweder vertrocknen oder ersaufen. Dabei spielt es keine Rolle, ob man die Tiere im Kühlschrank, in einer Styroporbox auf Balkon/Terrasse oder im Keller überwintert.
Das erste Jahr habe ich meine Ameisen im Kühlschrank überwintert und dabei keine Probleme gehabt. Allerdings muss ich zugeben, dass keine laute Musikbeschallung stattfand. Aber ich würde es trotzdem versuchen, denn ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass die Tiere in der Kältestarre überhaupt etwas wahrnehmen. Letzendlich musst du entscheiden, wie du deine Ameisen überwinterst.
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Ich würde die Überwinterung im Kühlschrank trotz der lauten Musik wagen, weil
- der Kühlschrank den Großteil der Vibrationen abhält und
- sich die Ameisen bei der richtigen Überwinterungstemperatur in Kältstarre befinden und die Restvibrationen nicht wahrnehmen können.
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Dein Haltungsbericht hat mich da wohl auf die falsche Fährte gelockt, was das Musikhören und Staubsaugen anbelangt. Vergiss am Besten mal dein Ytong-Nest - da wird sie wahrscheinlich erst mal nicht einziehen. Ich würde dir raten, das neue RG (natürlich abgedunkelt und mit Wassertank) direkt Öffnung an Öffnung mit dem alten RG zusammenzulegen.
Edit: Ohne dir unnötig Angst machen zu wollen, empfehle ich dir, so schnell wie möglich zu handeln. Denn sonst kann es dir passieren, dass du die Königin tot vorfindest.
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Hallo Shanks,
sorge endlich für eine stressfreie Haltung! Reduziere deine Staubsaugaktivitäten auf ein Minimum, höre die Musik nicht mehr so laut und drehe die Bässe raus. Messor barbarus soll auch auf Vibrationen sehr empfindlich reagieren. Und das Wichtigste: Biete der Königin endlich ein abgedunkeltes RG mit Wassertank an. Und bitte gönne ihr Ruhe!
Wenn ich mich im Ton etwas vergriffen habe, tut es mir leid! Ich wünsche dir jedenfalls viel Glück und hoffe, dass die Königin überlebt und eine erfolgreiche Gründung zustande kommt. Nichts für ungut!
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Als ich das verlinkte Bild mit den leuchtend roten Milben in Charlies Beitrag sah, musste ich doch schallend lachen. Milben, die Ameisen gefährlich werden können, sehen in der Regel anders aus. Leider reicht es nicht aus, die Futtertiere nach adulten Milben abzusuchen - denn man sollte nicht vergessen, dass die Larvenstadien aufgrund ihrer Größe mit dem bloßen Auge oft nicht wahrgenommen werden können.
Ob man den Zusagen der Futtertierhandlung trauen kann, dass man milbenfreie Ware kauft, würde ich eher mit Vorsicht genießen. Ich würde auf jedenfall gekaufte Futtertiere abbrühen. Ich kann mir einfach nicht vorstellen, wie man erreichen will, dass ein Milbenbefall bei Futtertieren ausgeschlossen ist.
Zum Schluss noch etwas zum Verfüttern von fremder Ameisenbrut: Was die Adoption von fremder Brut anbelangt, handelt es sich nicht um eine Ausnahme, wenn Lasius niger und L. alienus untereinander gepusht werden können. Eine Adoption innerhalb einer Gattung klappt in der Regel ohne große Probleme. Gefressen wird demnach nur gattungsfremde Brut.
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Zitat
Original von Kevin
... Ich halte übrigens auch eine Messor Barbarus Queen, jedoch hat sie noch keine Eier gelegt. Kann das noch geschehen in nächster Zeit? Oder sollte ich mir Sorgen machen? Hast du auch mit einer einzigen angefangen? ...Aufgrund dieser Aussage habe ich es für richtig und auch wichtig gehalten, darauf hinzuweisen, das es sich bei Messor barbarus um eine monogyne Art handelt. Evtl. wäre sonst der Eindruck entstanden, das man sie auch mit mehreren Königinnen in einer Kolonie halten kann. Nichts für ungut!
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Man kann eine Messor-barbarus-Kolonie nicht mit mehreren Königinnen starten, weil es sich um eine monogyne Art handelt! Mir ist ein Fall bekannt, bei dem jemand versucht hat, zwei Königinnen in Pleometrose gründen zu lassen. Allerdings zeigte sich bei diesem überflüssigen Experiment, dass die eine Königin von vornherein sehr dominant und die unterdrückte Königin durch den Stress nach zwei Tagen tot war.
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@ Kevin:
Wenn du dir eine zweite Königin anschaffst, wirst du sie aber nicht mit der schon vorhandenen Königin zusammen halten können, weil Messor barbarus zu den monogynen Arten zählt und es somit nur eine Königin in der Kolonie geben kann.