Beiträge von Smaug

    So wie ich das verstehe, hat Laubbraun mit seinen Fragen Camponotus ligniperdus gemeint. Und das ist meiner Meinung nach eine bessere Entscheidung, als Messor sp. zumindest als Anfänger halten zu wollen. Das kann er nach gemachten Erfahrungen immer noch tun.


    Die ersten zwei Fragen hat Cookie ja schon beantwortet.


    Zu 3.: Eine Ausbruchsicherung reicht meiner Meinung nach. Aber wenn es deine Eltern beruhigt, kannst du auch Talkum und eine Abdeckung benutzen.


    Zu 4.: Wenn ich mal von der Haltung von Camponotus ligniperdus ausgehe, dann ist eine Erwärmung mit einer Lampe nicht angebracht. Einheimische Arten sollten nicht übermäßig warm gehalten werden, da dies zur Folge haben kann, dass die Ameisen sich früher auf die Winterruhe vorbereiten. Und auch sonst schadet es eher.


    Zu 5.: Wenn du das Ytong-Nest zu feucht hälst, kann es schon vorkommen, dass es anfängt zu schimmeln. Besonders, wenn sich Futterreste in ihm befinden.


    Zu 6.: Okay.


    Zu 7.: Die Ameisen benötigen während der Winterruhe keine Nahrung. Die optimale Überwinterungstemperatur beträgt bei einheimischen Arten 5 bis 10 ° C. Sie brauchen auch kein Licht.

    Ich bin auch dagegen, dass man im Forum einen Anzeigenthread eröffnet. Der Anzeigenteil auf der Hauptseite reicht völlig aus.

    Wenn du mit Zuckungen ruckartige Bewegungen (vor und zurück) meinst, könnte es sich um ein Verhalten handeln, welches die Ameisen zeigen, wenn sie stark erregt sind. So reagieren die Tiere z. B., wenn sie ein großes Beutetier entdecken. Auch als Alarmverhalten sind diese ruckartigen Bewegungen schon beobachtet worden. Evtl. spielt dabei auch großer Stress eine Rolle.

    Wenn man Lasius niger nicht in die Winterruhe schickt, hat es negative Auswirkungen auf die Kolonie. Sie wird dann immer schwächer, d. h. die Königin legt weniger Eier, Larven sterben und die Arbeiterinnen sind nicht mehr so optimal in der Lage, die Larven zu versorgen.


    Winterruhe müssen alle europäischen Arten halten - lediglich in der Überwinterungstemperatur gibt es Unterschiede zwischen Nord und Süd.


    Nur exotische Arten benötigen keine Winterruhe. Allerdings würde ich Anfängern immer davon abraten, diese Tiere halten zu wollen.


    EDIT: Ups - Ant's Home war schneller und hat es besser auf den Punkt gebracht!

    Es kommt in der Natur schon vor, das sich verschiedene Arten innerhalb einer Gattung kreuzen. So passiert es, dass es zu fruchtbaren Hybriden zwischen Formica rufa und F. polyctena kommt. Auch zwischen anderen Formica-Arten ist es bekannt.


    Aber bei der Gattung Laisus ist es meines Wissens nach nicht dokumentiert. Wie Manuel schon ausführte, wird eine Begattung z. B. einer Lasius-niger-Königin mit einem L.-flavus-Männchen oder umgekehrt in der Natur wahrscheinlich nicht stattfinden. Die Männchen werden halt nur durch die Lockpheromone einer Jungkönigin der gleichen Art angelockt. Vielleicht wäre eine künstliche Begattung da eher erfolgversprechend. Aber das wäre nur reine Spekulation.

    Ich habe mal etwas im Ameisenforum.info rumgesucht und folgendes gefunden:


    Zitat

    Original von A. Buschinger
    ... Prinzipiell kann man fast immer Puppen und Larven innerhalb einer Gattung zwischen den Arten austauschen, also Lasius niger-Puppen zu L. flavus und umgekehrt. Schlüpfende junge Arbeiterinnen integrieren sich zumeist problemlos in das fremde Volk. ...

    Das Zitat von Prof. Buschinger habe ich aus dem Ameisenforum.info übernommen. Er schreibt weiterhin, dass man seine Arbeiterinnenzahl höchstens verdoppeln soll. Sicherlich ist es manchmal hilfreich seine Kolonie zu pushen - aber aus einer Jungkönigin mit keiner oder wenig Brut eine Kolonie mit 100 oder mehr Tieren machen zu wollen, ist sicherlich mit den oben genannten Schwierigkeiten verbunden.


    Ich würde eine Kolonie nur puschen, um ihr in Notfällen unter die Arme zu greifen. Ein Mangel an Geduld sollte meiner Meinung nach kein Motiv dafür sein.

    Hallo wertron und Willkommen im Forum,


    das ist eine gute Frage. Prof. Buschinger hat zu diesem Thema folgendes geschrieben:


    Zitat

    ... Bei Zugabe von zu vielen Puppen, aus denen sehr viele Arbeiterinnen schlüpfen, kommt die noch junge Königin (mit evtl. noch zu kleinen Ovarien) mit der Verarbeitung von deren Drüsensekreten nicht nach. Ergebnis ist oft, dass einige Arbeiterinnen diese Proteine sozusagen bei sich behalten, oder sich gar von anderen Arbeiterinnen füttern lassen, und dann eigene Eier legen. Daraus entstehen männliche Larven, die wiederum in Futterkonkurrenz zu den eigenen weiblichen Larven der Königin treten. ...


    Ich habe auch eine Lasius-niger-Kolonie und sie einmal mit Puppen gepusht, wobei ich 10 Puppen zu einer Kolonie von ca. 30 Arbeiterinnen getan habe. Dabei gab es keine Probleme. Ich befürchte fast, dass diese Thematik nicht genug erforscht ist.


    Solltest du noch Puppen in der Natur finden, musst du natürlich warten, bis die Arbeiterinnen geschlüpft sind und leider bald in die Winterruhe schicken.

    Hallo Frame,


    das mit dem Paraffin ist schon verwirrend. Ich habe mal ein bisschen gegoogelt und habe teilweise lesen müssen, dass Paraffinöl als Lampenöl giftig sein soll. Vielleicht wurde dem Paraffinöl etwas beigemischt - ich weiß es ehrlich gesagt nicht.


    Aber Paraffin hat sich in der Ameisenhaltung als Ausbruchsicherung bewährt und kein Ameisenhalter hat den Tod seiner Ameisen beklagen müssen. Vielleicht sollte man beim Kauf z. B. in der Apotheke mal fragen, wie es nun mit der Giftigkeit dieses Stoffes wirklich aussieht.

    @ Manuel:


    Auch wenn dies ein unerwarteter Vorschlag sein sollte: Solange du das Heimchen nicht fangen und deshalb keine Nachtruhe finden kannst, empfehle ich dir Ohrenstöpfel aus der Apotheke. Die haben mir auch des Öfteren geholfen, z. B. als mein Nachbar über mir den Boden abgeschliffen hat und ich ein Mittagsschläfchen halten wollte.

    Mit Ameisen, die fliegen können, musst du erst einmal nicht rechnen. Erst wenn deine Kolonie eine bestimmte Größe erreicht hat, werden geflügelte Geschlechtstiere auftreten. Dieser Zeitpunkt ist aber von Art zu Art verschieden. Es kann mitunter Jahre dauern.

    Die Königin würde die Puppen mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit annehmen, deshalb ist das "Pushen" die sicherste Methode, seine Kolonie zu vergrößern (allerdings sollte man auch nicht zu viele nehmen, aber das ist ein anderes Thema). Wie ich oben schon ausführte, hat eine Erdnesthaltung viele Nachteile.


    Ich würde ganz vorsichtig graben und die Puppen so plazieren, dass die Königin sie auch findet.