Beide Arten gründen claustral und brauchen während der Gründung keine Nahrung. Bei der Fütterung scheiden sich die Geister - wenn du Pech hast, rührt die Königin die Fliege nicht an und sie fängt an zu schimmeln. Formica rufibarbis und F. lusatica (nicht lustica) sind auch anhand von Fotos sehr schwer auseinander zu halten.
Beiträge von Smaug
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Habs zwar schon in der Shoutbox erwähnt ... aber damit es nicht untergeht poste ich es hier auch noch mal
Die Frage mit den sozialparasitären Arten ist nicht ganz eindeutig ... Lasius fuliginosus wurde auch schon in niger Nestern gefunden... ansonsten schönes Quiz .. musste bei einigen Fragen doch länger überlegen
Mehrfach wurden Gründerköniginnen von L. fuliginosus in L.-niger-Nestern gefunden. Der Erfolg scheint offenbar gering, da aus dem Freiland bisher keine gemischten Arbeiterinnen-Populationen bekannt sind. Es gelang jedoch eine Laborgründung bei königinlosen L- niger. (Seifert 2007)
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Eine grandiose Idee, Phil. Ich hoffe, du hälst uns auf dem Laufenden und berichtest uns über das Fortschreiten der Gründung incl. Bewässerungs- und evtl. Schimmelprobleme.
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Nach der Wiedergeburt als AmeisenCafe nach dem Hackerangriff gehört das Forum nicht mehr zu Ameisenhaltung.de. Ich habe Sebastian auf den Vandalismus aufmerksam gemacht, da er der Betreiber ist. Danke für den Hinweis.
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Wenn Boro die Gyne bestimmt hat, sind wir auf der richtigen Seite. Damit die Königin in ein RG einzieht, wäre es vielleicht hilfreich, dass RG so zu bearbeiten, dass es nach Holz riecht. Ich kann mich da an einen Haltungsbericht von swagman erinnern, bei dem die Königin nicht in das RG einziehen wollte. Er hat es dann mit weißfaulen Holz eingerieben und schon war der Einzug vollzogen. Vielleicht helfen da auch einfach nur Sägespäne.
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Zum Versuch
(der Thread war vorerst nur im Modforum aufzufinden, bevor sich jemand wundert über Smaugs Textformulierung)Eigentlich wollte ich mich via PN melden, aber wenn ich hier poste, hat auch der Rest des Teams etwas davon. Ich habe mir sehr viele Gedanken gemacht und auch ein bisschen gesucht, aber nichts gefunden über die Adoption von artfremden Arbeiterinnen. Alle Berichte, auf die ich gestoßen bin, handeln von Adoptionsversuchen innerhalb einer Art. Ich erinnere mich an einem Fall, wo man die Ameisen runtergekühlt hat und dann im gekühlten Zustand zusammengebracht und dann bei niedrigen Temperaturen eine paar Tage zusammengelassen hat. Ich glaube, je enger die Ameisen zusammengebracht werden, desto eher kann sich ein gemeinsamer Duft entwickeln. Vielleicht ist das ja eine Hilfe. Im Grunde bleibt dir nichts anderes übrig, als die Adoption zu versuchen. Sei aber bitte nicht zu enttäuscht, wenn der Versuch fehlschlägt.
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Hallo Peter,
auch von mir ein herzliches Willkommen im AmeisenCafe. Von einer Ausgrabeaktion rate ich dir ab, denn wenn du Pech hast, zerstörst du nur das Nest ohne die Königin zu finden. Auch rate ich nicht dazu, dir einzelne Arbeiterinnen ins Haus zu holen, weil sie dann nicht das Verhalten an den Tag legen würden, als wenn sie in einer Kolonie lebten. Hinzu kommt noch, dass sie nicht in der Lage wären, eine Königin nachzuziehen. Wenn sie Eier legen, dann nur unbefruchtete, aus denen nur Männchen entstehen könnten.
Deshalb wäre es wohl besser, die Augen offen zu halten, um eine Jungkönigin nach dem Schwarmflug einzusammeln. Denn dann hättest du die Möglichkeit, das Entstehen einer Kolonie zu beobachten. -
Über die Entwicklungszeiten gibt es einen Thread, den ich gern verlinke. Du musst nur etwas nach unten scrollen und schon findest du Camponotus ligniperdus. Mit Amigo meinst du sicher Imago. Das ist die wissenschaftliche Bezeichnung für ein ausgewachsenes Insekt (Mehrzahl: Imagines), also die fertige Ameise, die aus der Puppe schlüpft.
Hier nun der Link: Entwicklungszeiten - Vom Ei bis zur Imago -
Oft reicht es aus, einfach vor die eigene Haustür zu schauen. Bei vielen unserer einheimischen Lasius-Arten besitzt das Nestinnere eine Kartonstruktur, bei der Pilze zur Stabilität beitragen. Zu diesen Arten zählen L. emarginatus, L. mixtus, L. umbratus, L. meridionalis, L. jensi und natürlich L. fuligionosus.
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Doch Fraaap, Formica sanguinea zählt zu den Hügel bauenden Waldameisen. Da gibt es im DASW-Forum extra einen Thead dazu, wenn ich mich richtig erinnere.
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Dann könnte es sich um Camponotus herculeanus und nicht wie abgebildet um C. ligniperdus handeln.
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An Formica pratensis hatte ich auch gedacht, aber mich zurückgehalten, da mir eine Bestimmung nur anhand des Nestes zu vage erschien. Im Bestimmungthread wurde die Art im Gegensatz dazu an der hervorragend abgebildeten Ameise bestimmt. Bei Solenopsis könnte Phil allerdings Recht haben.
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Hallo Cold Moon,
leider sind die Ameisen nicht nah genug aufgenommen, um sie genau bestimmen zu können. Bei der ersten Art komme ich über Formica sp. nicht hinaus. Bei der zweiten Art kann ich noch nicht einmal die Gattung genau bestimmen und würde sie bei Leptothorax/Temnothorax ansiedeln.
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Das lässt sich nicht so einfach beantworten. Es gibt über 20.000 Arten. Ein großer Teil lebt parasitisch. Auch Ameisenlarven können von Nematoden befallen werden. Leider ist darüber noch wenig bekannt. Siehe hier: http://www.ameisenwiki.de/index.php/Nematoden
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Hört sich für mich nach Nematoden an. Wäre es möglich, Bilder online zu stellen?
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Hallo AnjaK und willkommen im AmeisenCafe. Der Ausdruck "solitäre Ameise" ist etwas irreführend, da es keine solitär lebenden Ameisenarten gibt - ich würde auch nicht solche dazu zählen, die ohne Arbeiterkaste bei anderen Arten parasitieren. "Singameise" ist ein Trivialname für Ameisenwespen, die nicht zu den Ameisen zählen, sondern stammesgeschichtlich eher den Wespen zuzuordnen sind. Schade, dass du kein Bild von diesem Tier online gestellt hast. Es wäre schön, wenn du das nachholen könntest.
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auch wenn ich smaugs bösen blick jetzt quasi spüre, wie wäre es als "verbesserungsvorschlag" beim quiz, sachen die auf deutsch übersetzbar wenigstens in klammern dahinter zu übersetzen (oder vielleicht mit nem schlagwort zu versehen, beispiel "claustral [allein, viel reserve]"? das würde mir depp auch echt was lehren. vom letzten durchgang hab ich als neues wissen eigentlich nur im kopf behalten, dass die ameisenart, die ihre larven zum fressen trägt, irgendwas mit senil heisst und hoffentlich die larve dann dort nicht vergisst.
Bei der Umsetzung dieser Wünsche bin ich nicht der richtige Ansprechpartner. Ich habe zwar auch Fragen zum Quiz beigesteuert, ansonsten läuft aber alles unter der Regie von LifeStyler. Bei den wissenschaftlichen Bezeichnungen für die Arten kann ich das vielleicht ja noch verstehen, aber es wäre schön, sich mit solchen Begriffe wie "claustral", "semiclaustral" etc. vertraut zu machen. Ein Blick ins Lexikon hier im Cafe kann da gut weiterhelfen.
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Das kommt nur davon, wenn man online ist und drumherum vieles nebenher läuft. Natürlich meinte ich "gesponnen" - ist doch klar.
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Fliegenlarven verpuppen sich zu sogenannten Tönnchenpuppen. Dabei ist die 3. Larvenhaut zum Puparium, dem Tönnchen erhärtet. Ein Kokon hingegen wird vor der Verpuppung aus einem Faden gespinnt. Dieser ist auch nicht die eigentliche Puppe, sondern nur eine schützende Umhüllung. Und weil Fliegenlarven dies nicht tun, kann man weder von einem Madenkokon noch von einem Fliegenkokon sprechen.